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30.10.2017

Teure Gewohnheit: Storno statt Storno-Rechnung

uebersicht

Wo gearbeitet wird, da passieren Fehler. Das ist alltäglich und normal. Hat sich ein Fehler auf eine Rechnung geschlichen und diese ist bereits gedruckt und verbucht, ist eine Korrektur durch nicht nachvollziehbare Abänderung der Rechnung nicht möglich, bzw. verboten, denn lt. GoBD muss die Originalrechnung unverfälscht erhalten bleiben!

Die Rechnung darf also nicht einfach verändert und ausgetauscht werden! Richtig ist, diese zu stornieren und gegebenenfalls eine neue Rechnung zu erstellen. Auch das ist alltäglich und normal. Eine stornofreie Buchhaltung wirkt unnatürlich bis verdächtig. 


Doch wann sollte man ein Storno drucken, wann eine Storno-Rechnung? Dafür gibt es eine einfache Regel: Hat die Rechnung das Haus noch nicht verlassen, kann ein einfaches Storno gedruckt werden. Dieses hat die gleiche Rechnungsnummer wie die Originalrechnung, erzeugt jedoch eine Storno-Buchung. Die beiden originalen Belege (Rechnung und Storno) werden zusammen abgeheftet und geben den Geschäftsvorfall nachvollziehbar und nachprüfbar wieder.

Um in SFK.net eine Rechnung zu stornieren, ruft man diese auf und begibt sich in die Druckmaske. Dort findet man oben links den Punkt "Storno". Mit dem Auslösen des Drucks wird die Rechnung storniert. Man hat die Gelegenheit einen Grund zu hinterlegen, damit man auch nach längerer Zeit noch nachvollziehen kann, warum die Rechnung storniert wurde. Verlässt man die Druckmaske über "Beenden" erscheint ein Feld, auf dem man "Storno-Duplikat" wählen kann. So muss man nicht alles neu schreiben, wenn eine neue, korrigierte Rechnung (= mit neuer Rechnungsnummer) braucht. 

Hat der Kunde die Rechnung jedoch erhalten, sollte man keinesfalls ein einfaches Storno drucken! Vorallem dann nicht, wenn der Kunde vorsteuerabzugsberechtigt ist. Denn selbst wenn das Storno dem Kunden mit der neuen Rechnung zugesendet wird, ist er dadurch nicht zur Rückbuchung der ursprünglichen Rechnung verpflichtet. Hieraus kann ein Schaden für das Finanzamt entstehen, z.B. wenn die ausgewiesene Mehrwertsteuer der Rechnung bereits als Vorsteuer gezogen wurde und nun nicht zurückgeführt wird. Immer mehr Betriebsprüfer achten darauf und ahnden diesen Fehler. 

Das richtige Vorgehen in diesem Fall ist, die ursprüngliche Rechnung zu erhalten und eine Storno-Rechnung auszustellen. Diese trägt eine neue Rechnungsnummer und enthält die negierten Beträge der zu korrigierenden Rechnung. Damit hebt sie diese auf und verpflichtet, die erste Rechnung rück zu buchen. Eine Stornorechnung ist in diesem Fall wie eine Gutschrift zu sehen: Wenn innerhalb von 14 Tagen kein Widerspruch eingelegt wird, ist sie gültig und der "Ball liegt im Feld" des Kunden. Hat er nun zweimal Vorsteuer geltend gemacht, ist es sein eigenes Risiko, da Sie ihn mit der Storno-Rechnung zur Rückführung der Vorsteuer verpflichtet haben. 

Um in SFK.net eine Storno-Rechnung zu erstellen, markiert man die zu korrigierende Rechung in der OPOS-Liste und wählt unten "Erzeuge aus". Hier klickt man ganz links "Storno-Rechnung anlegen", welche man sofort ausdruckt. Dann markiert man wiederum die erste Rechnung und wählt unter "Erzeuge aus" "Duplikat anlegen". In diesem neuen Vorgang können dann die gewünschten Änderungen vorgenommen werden und eine neue Rechnung generiert werden. Diese und die Storno-Rechnung lässt man dem Kunden zukommen.  

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